Mai 2026
Sichuan ist das wirtschaftliche Kraftzentrum Südwestchina. Als bevölkerungsreichste Provinz der Region fungiert sie als entscheidendes Bindeglied zwischen den entwickelten Küstenprovinzen und den rohstoffreichen Gebieten Zentralasiens. Sichuan steht im Zentrum der "Go West"-Politik der chinesischen Regierung, die darauf abzielt, die wirtschaftliche Kluft zwischen Ost- und Westchina zu verringern. Die Provinz hat sich zu einem der wichtigsten Wachstumsmotoren Chinas entwickelt. Zusammen mit der benachbarten Metropole Chongqing hat die Wirtschaftsleistung der Region Anfang 2026 die Marke von 10 Billionen Yuan überschritten.
Die Wirtschaft Sichuans ist breit aufgestellt und umfasst sowohl traditionelle als auch hochmoderne Industrien:
Landwirtschaft ("Kornkammer Chinas"): Aufgrund des fruchtbaren Bodens im Sichuan-Becken ist die Provinz ein führender Produzent von Reis, Weizen, Raps und Tee. Sie ist zudem landesweit führend in der Schweine- und Rinderzucht.
Ressourcen & Energie: Sichuan verfügt über enorme Vorkommen an Erdgas und ist ein Zentrum für Wasserkraft. Jüngst wurden zudem die weltweit zweitgrößten Vorkommen an leichten Seltenen Erden in der Provinz entdeckt.
Technologie & Industrie: Die Provinzhauptstadt Chengdu ist ein globaler Knotenpunkt für die IT-Industrie (insbesondere Chip-Design und Software) sowie für die Luft- und Raumfahrt und den Automobilbau.
Tourismus: Mit Sehenswürdigkeiten wie den Pandastationen, dem Leshan-Buddha und der weltberühmten scharfen Küche ist der Tourismus ein bedeutender Dienstleistungssektor.
Es bestehen enge wirtschaftliche Bindungen zu Europa. Beispielsweise pflegt das Bayerische Wirtschaftsministerium seit Jahren einen intensiven Dialog mit Sichuan, um bayerischen Unternehmen den Marktzugang in dieser attraktiven Region zu erleichtern. Auch Oberösterreich unterhält bilaterale Beziehungen zur Provinz.
Sichuan
Foto: Füße des Großer Buddha von Leshan © Thomas Kiefer 1989
ASIA MEDIA SERVICE, Dr. Thomas Kiefer
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