Mai 2026
In der Shanxi 山西leben auf einer Fläche von 156.713 km²etwa 35 Millionen Menschen. Die Binnenprovinz ist der Übergang von dem Ballungsraum Beijing/Tianjin zu Zentral- und Westchina. Besonders von Ausländern wird sie oft mit der westlichen Nachbarprovinz Shaanxi 陕西 verwechselt, da sich die Aussprache der Namen nur im Ton der ersten Silbe unterscheidet. Der Name kommt durch ihrer Lage westlich des Taihangshan-Gebirges; Shānxī, bedeutet „westlich der Berge“.
Die Provinz liegt im Osten des Lössplateaus zwischen der nordchinesischen Ebene und dem mittleren Lauf des Gelben Flusses, welcher die Provinz im Westen und im Süden begrenzt. Im Norden verläuft die Chinesische Mauer entlang der Grenze. Nachbarprovinzen sind Shaanxi im Westen, Henan im Süden, Hebei im Osten und die Innere Mongolei im Norden.
Gebirge machen 67,5 Prozent der Fläche der Provinz aus. Im Westen dominiert der Taihangshan (bis 2322 m). Daneben erstrecken sich von Norden nach Süden die Gebirge Hengshan (bis 2017 m), Wutaishan (bis 3058 m), Taiyueshan (bis 2567 m) und Zhongtiaoshan (bis 2322 m). In der Mitte der Provinz findet sich eine niedrig gelegenere Region, das Mittel-Shanxi-Becken, das durch Verwerfungen in Nord-Süd-Richtung entstand. Es umfasst die Flusstäler der Flüsse Datong, Xinzhou, Taiyuan, Linfen und Yuncheng, die allmählich von 1000 Meter auf 250 Meter abfallen. Im Westen von Shanxi findet sich ein Tafelland, das vom Lülianshan dominiert wird. Dieses Gebiet ist stark von Erosion geprägt, so dass sich zahlreiche steil eingeschnittene Täler finden.
Auch Shanxi gehört zu den Wiegen der chinesischen Kultur. Unter anderem hat sich in Shanxi im Neolithikum die frühe Xia-Dynastie herausgebildet. Die archäologischen Funde im Norden der Provinz belegen die Erschließung dieses Gebietes durch die Zhou-Dynastie (1100–771 v. Chr.).
Im zweiten Chinesisch-Japanischen Krieg war die Provinz von 1937 bis 1945 durch die Japaner besetzt. 1947 übernahmen die Kommunisten unter Mao Zedong, deren Basis im benachbarten Yan’an lag, die Macht.
Historische Sehenswürdigkeiten
Über den Heng Shan sind viele Denkmäler verstreut. Am berühmtesten ist das Hängende Kloster, das in der Nähe vom Pass des Goldenen Drachen an eine steile Felswand 30 Meter über den Talboden gebaut wurde. Das im 6. Jahrhundert entstandene Kloster besteht aus 40 kleinen Hallen und Pavillons. Gestützt werden die Bauten von Balkenkonstruktionen, die in Felsspalten verankert sind.
16 Kilometer südwestlich von Datong liegen die Yungang-Grotten, bekannt für ihre Höhlentempel mit zahlreichen buddhistischen Statuen aus dem 5. und 6. Jahrhundert. Als herausragendes Beispiel für buddhistische Höhlen- und Steinmetzkunst sind die Yungang-Grotten seit 2001 Teil des UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Stadt Pingyao, 80 Kilometer südwestlich von Taiyuan, ist vor allem bekannt wegen ihres guterhaltenen Stadtbilds aus den Ming- und Qingdynastien. 1997 wurde Pingyao in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
Das Wutai-Gebirge bildet die höchste Erhebung der Provinz. Das Gebirge gilt als Residenz des Bodhisattva der Weisheit Manjushri und ist das wichtigste der vier heiligen Gebirge des chinesischen Buddhismus.
Provinzregierung Shanxi
Foto: © Thomas Kiefer
ASIA MEDIA SERVICE, Dr. Thomas Kiefer
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