Ausstellungseröffnung
"Landport Hamburg / silkrail.
Sino-German Bridge for Logistics, Trade and Cooperation"

8. Mai 2026

Der Architektursommer Hamburg 2026 startete mit etwa 300 Veranstaltungen. Architektur und Stadtentwicklung aus China ist dort kaum vertreten. Dabei wurde in den vergangenen Jahren in China mehr gebaut als in dem Rest der Welt. Vom Hamburger Architekturbüro Gerkan, Mark und Partner beispielsweise sind dort viele Architektur-Ikonen zu sehen, welche Projekte in Deutschland weit übertreffen. Unsere Ausstellung „Landport Hamburg / silkrail“, die zudem die Geschichte einer 40-jährigen Künstlerfreundschaft zwischen Shanghai und Hamburg zeigt, hat im Architektursommer ein Alleinstellungs-Merkmal. Auch Hamburg und Shanghai feiern dieses Jahr das Jubiläum ihrer 40-jährigen Jubiläum ihrer Städtepartnerschaft.

Doch die Beziehungen sind weit älter und deutsche Architektur und Städtebau prägte die Stadtentwicklung Chinas. Vizekonsul Jin Songbao vom Generalkonsulat der VR China zeigte sich bei der Ausstellungseröffnung sehr angetan von der Präsentation dieser architektonischen Zeitreise. Nicht zuletzt die Architekturabteilung der Tongji-Universität, an der unser Künstlerfreund Jin Yia das Art-Laboratorium aufbaute, basiert auf dem Bauhaus-Konzept. Städtebau und Stadtentwicklung für die Menschen; das ist der Geist des Bauhaus.

„We serve the People“ ist während unserer zurzeit parallellaufenden Seidenstraße-Reise immer wieder zu hören. Am Tag der Ausstellungseröffnung waren wir in Xian, das nicht nur durch seine lange Geschichte und einzigartigen Kultur fasziniert. In Wuhan wurde der größte Landport Chinas gebaut, mit regelmäßigen Verbindungen nach Hamburg. DB-Cargo ist dabei für das Europageschäft ein wichtiger Partner. Der Landport Wuhan ist jedoch weit mehr, Er ist Teil eines integrierten Stadtentwicklungs-Konzepts mit Hightech-Industriepark und ökologischem Städtebau. Bei der Besichtigung der BYD-Wuhan-Fabrik wurde unter anderem diese Vernetzung deutlich. Von Wuhan aus lassen sich über die eiserne Seidenstraße die Märkte in Zentralasien und Europa schnell bedienen. Umgekehrt sind Zulieferungen oder Fertigungsmaschinen aus Europa schnell in Xian. Eine weitere Exkursion bei der Xian-Metro zeigte den reibungslosen und schnellen S-Bahn Verkehr mit selbstfahrenden Zügen. Damit wurden in Xian und anderen chinesischen Millionenstädten bereits Milliarden Kilometer zurückgelegt. Auch in den anderen von uns besuchten chinesischen Metropolen waren ähnliche Stadtentwicklungs-Konzepte in der Praxis zu sehen: Ein Landport ist wichtiger Teil einer umfassenden Stadtentwicklungs-Strategie.

Davon kann auch Hamburg lernen und viele Prozesse beschleunigen und verbessern. Chinesische Konzepte können sicherlich nicht einfach auf Hamburg übertragen werden, jedoch vieles in unsere Strukturen integriert werden. Das möchte silkrail mit seiner Ausstellung zeigen. Wichtig ist dabei der Dialog vor Ort. Wer dazu bei einer Führung durch die Ausstellung Interesse hat in diesen Dialog einzutreten, kann sich direkt bei dem silkrail-Künstler Ulf Ludzuweit anmelden. Und nicht zuletzt geht es nicht nur um Theorie. In der Ausstellung sind auch eindrucksvolle Kunstwerke zu bewundern.

Ulf Ludzuweit



ASIA MEDIA SERVICE, Dr. Thomas Kiefer

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