1. April 2026
Am Weg beim Jäger in Hamburger Flughafennähe wurden früher Luxusmarken wie Bentley und McLaren präsentiert. Jetzt stehen dort smarte Elektroauto-Autos von XPeng. Betrieben wird dieser von drei norddeutschen Autohäusern, die bislang vor allem für den Vertrieb von Mercedes-Benz bekannt sind, berichtet das Hamburger Abendblatt. Der Newcomer aus China setzt in ganz Deutschland auf Direktvertrieb, vorzugsweise bei Mercedes- oder BMW-Händlern.
Im zweigeschossigen Showroom in Flughafennähe stehen rund zehn Fahrzeuge. Kürzlich wurde dort auch das neue Modell P7+ vorgestellt, eine mehr als fünf Meter lange vollelektrische Limousine auf 800-Volt-Basis. Der Einstiegspreis liegt laut Auszeichnung bei 49.600 Euro, das ausgestellte Fahrzeug kostet 50.790 Euro. Damit positioniert sich die Marke im gehobenen Segment, bleibt aber unter klassischen Premiumpreisen deutscher Hersteller.
Ausschlaggebend für diesen Markenwechsel seien neben der „wahrgenommenen Produktqualität“ vor allem die technische Ausrichtung und der digitale Ansatz gewesen. „Die Fahrzeuge sind überdurchschnittlich stark softwaregetrieben – XPeng denkt das Auto von der Tech-Seite her“, sagt Constantin Niemann, der die Süverkrüp-Gruppe in dem Gemeinschaftsunternehmen vertritt, im Hamburger Abendblatt. Bei Elektroantrieben bewege sich die Marke „auf Augenhöhe mit europäischen Herstellern, in einzelnen Bereichen auch darüber hinaus“. Im Übrigen sei ja auch VW mit rund fünf Prozent an XPeng beteiligt. XPeng setzt auf etablierte Händler, weil wir After-Sales können“, erklärt Niemann. Für die Händler spielt im Tagesgeschäft neben dem Verkauf vor allem der Service eine zentrale Rolle.
Deutschland-Chef Markus Schrick formuliert ambitionierte Ziele: Von rund 3000 Fahrzeugen im Jahr 2025 soll der Absatz in diesem Jahr auf mehr als 8000 Autos steigen, perspektivisch seien mehr als 15.000 Fahrzeuge im Jahr 2027 angepeilt. Das schnelle Wachstum dürfe jedoch „nicht zulasten von Servicequalität oder stabilen Restwerten“ gehen. Schrick, betont das Xpeng „bewusst auf erfahrene Handelspartner mit regionaler Marktkenntnis und hoher Elektroauto-Kompetenz setzt.
Auch Fachmedien bescheinigen XPeng inzwischen ein beachtliches Technologieniveau. Bei E-Antrieben gilt China ohnehin als führend, doch ebenso wird das Drumherum immer besser und somit der Abstand zu deutschen Premium-Modellen immer kleiner. Teilweise dürfte Xpeng mit seiner smarten Funktionen sogar schon überholt haben. Und dies zu kaum schlagbaren Preisen. Dennoch erzielte der Newcomer zum Jahresende 2025 erstmals in ersten Quartalsgewinn.
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XPeng
XPENG Hamburg
Hamburger Abendblatt. XPeng: Warum drei Mercedes-Händler in Hamburg chinesische E-Autos verkaufen
Xpeng-Deutschland-Chef Schrick: «Sind gekommen, um zu bleiben»
Xpeng steigert Absatz 2025 um 126 Prozent und treibt Europa-Expansion voran
He Xiaopeng: Vollautomatisiertes Fahren wird in den nächsten 1-3 Jahren tatsächlich eintreffen
Fotos: Großer Auftritt von XPeng auf der Automobilmesse IAA München 2025 © Thomas Kiefer
ASIA MEDIA SERVICE, Dr. Thomas Kiefer
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