1. April 2026
Die BMW Group hat in Peking ihrer Chinazentrale, einer eigenen Entwicklungsgesellschaft und umfassenden Vertriebsstrukturen vertreten. Im Chaoyang-Distrikt befindet sich der Hauptsitz von BMW China, die BMW China Automotive Trading Ltd. sowie BMW Brilliance Automotive Ltd. Die Stadt fungiert als Hub für Digitalisierung, Elektromobilität und selbstfahrende Autos.
Größter Entwicklungsverbund außerhalb Deutschlands
BMW hat im Pekinger Shunyi-Distrikt Mai 2018 ein großes Forschung und Entwicklungszentren eröffnet. Zusammen mit den andern Entwicklungszentren in China ist dort der größte Entwicklungsverbund außerhalb Deutschlands entstanden. Als Teil der BMW Group Strategie NUMBER ONE > NEXT, stellt der Standort einen wichtigen Schritt zur Stärkung der lokalen Innovationskraft in China dar. Der Schritt ist eine konsequente Fortführung der Entwicklungsstrategie „In China, für China und die Welt“, so BMW. „Für uns ist China eine der treibenden Kräfte im Bereich Innovationen und gleichzeitig ein Ort der Inspiration. Besonders im Hinblick auf Elektrifizierung und Digitalisierung glauben wir, ist China schon heute der weltweit führende Markt. Aus diesem Grund haben wir vor fünf Jahren begonnen, ein umfassendes Netzwerk aus Entwicklungsstandorten in Peking, Shanghai und Shenyang aufzubauen. Wir erwarten, dass die Verstärkung unserer Entwicklungsaktivitäten in China sowie die Zusammenarbeit mit mehr und mehr hochkarätigen Chinesischen Tech-Companies einen starken Beitrag zu unseren globalen Entwicklungsleistung liefert – besonders im Hinblick auf Elektromobilität und Digitalisierung.“ so Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstandes der BMW AG, Entwicklung, während der feierlichen Eröffnung in Peking.
BMW Brilliance Automotive
Das Produktionszentrum befindet sich jedoch in Shenyang, Hauptstadt der Provint Liaoning, etwa 700 Kilometer nordöstlich von Peking. Die Werke Dadong, Tiexi und Lydia sind die größte BMW-Produktionsbasis weltweit.
BMW und Brilliance China Automotive Holdings gründeten 2003 das Gemeinschaftsunternehmen. Bereits im März 2001 kam es zu einer Kooperation zwischen den beiden Unternehmen. Damals ging es um technische Hilfe von BMW bei der Einführung der Marke Brilliance des Konzerns. Im März 2003 gründeten beide Unternehmen ein Joint Venture. Im Mai 2003 wurde die staatliche Produktionslizenz erteilt.
Im September 2003 begann die Produktion von BMW-Modellen im SKD-Verfahren. Die Markteinführung folgte im Oktober 2003. Im Januar 2010 waren die Anteile 50 zu 50 verteilt. Im April 2018 wurde vereinbart, dass BMW seinen Anteil auf 75 Prozent erhöht und somit Mehrheitseigentümer ist. Im Januar 2019 stimmten die Aktionäre zu. Dieser Vorgang wurde bis Februar 2022 umgesetzt. BMW investierte dafür etwa 3,7 Milliarden Euro. Im November wurde 2018 das Joint Venture um 22 Jahre verlängert.
Die BMW Brilliance Automotive Ltd. (BBA) ist in China für Forschung und Entwicklung, Beschaffung, Produktion, Vertrieb und Kundendienst von BMW zuständig. Mit Fokus auf qualitativ hochwertige Entwicklung strebt BBA die führende nachhaltige Position als Anbieter von Premium-Mobilität entlang der gesamten Wertschöpfungskette der chinesischen Automobilindustrie an. BBA verfügt neben dem hochmodernes Produktionswerk in Shenyang Niederlassungen in Peking, Shanghai, Chengdu und Guangzhou. Zur Förderung digitaler Innovationen und intelligenter Fertigung hat das Unternehmen zudem die LingYue Digital Information Technology Co., Ltd. und die BMW (Nanjing) Information Technology Co., Ltd. gegründet. BBA beschäftigt in China mehr als 20.000 Mitarbeiter und arbeitet mit rund 460 Zulieferern zusammen, so BMW.
Die Produktion in der Provinz ist kein Nachteil, da die 7-Millionen- Einwohner -Stadt Shenyang und die Provinzregierung BMW kräftig unterstützen. Schließlich ist dort BMW nicht nur ein bedeutender Arbeitgeber. BMW ist seit 19 Jahren in Folge der größte Steuerzahler in Shenyang und seit neun Jahren der größte Steuerzahler in der Provinz Liaoning.
Gamechanger für China
Doch auch BMW hat in China angesichts der großen Konkurrenz Probleme. Fas andere deutsche Premiummarken dort noch größere Problemen haben ist kein Trost, sondern eher Ansporn im weltgrößten Automarke wieder wachsen zu können. . Der Verkauf der Marken BMW-Mini-Rolls Royce in China ging in den letzten drei Jahren um 24 Prozent auf zuletzt 625.527 Neuwagen zurück, obwohl der chinesische Automarkt im gleichen Zeitraum um zehn Prozent auf 23,8 Millionen Autos im Jahr 2025 gewachsen ist.
Neue, auf chinesische Kunden zugeschnittene Modelle, die „Neue Klasse“ sollen das Steuer herumreißen. Doch nicht nur die Technologie und Deising, auch der Preis muss stimmen. „Die große Hoffnung liegt auf der Neuen Klasse. Unserer Einschätzung nach wird der Fahrzeugpreis die Nagelprobe für BMW in China sein“, sagt Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer.
Positiv äußerte sich das US-Analysehaus Bernstein Research. Europas Automobilhersteller seien Jahre hinter denen Chinas zurück in puncto Software-definierte Fahrzeuge, smarte Cockpits und Elektrifizierung, schrieb Stephen Reitman in einer Studie. Neue Modellreihen wie MB.OS von Mercedes-Benz und Neue Klasse von BMW seien nun aber regelrechte Quantensprünge nach vorn. 宝 (bǎo) 马 (mǎ) – Bauma, wie BMW in der chinesischen Übersetzung lautet bedeutet „Wertvolles Pferd“ und die Marke hat in China immer noch ein gutes Image.
Links
BMW Brilliance Automotive Ltd. (BBA)
BMW Produktionswerke in China
März 2003. Rede von Dr. Helmut Panke, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, zur Unterzeichnung des Joint Ventures zwischen der BMW Group und Brilliance
BMW: Zuhause im innovativen Automobil-Ökosystem in China
VIDEO. BMW chairman: Can't miss China's
BMW: Gamechanger für China
Fotos: BMW Entwicklungsstandort in Pekinger Shunyi Distrikt.© BMW
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